Bollinger Bands

 

Einführung:

Bollinger Bands, benannt nach ihrem Erfinder John Bollinger, basieren auf einem Gleitenden Durchschnitt (GD), der um jeweils den gleichen Wert nach unten und oben versetzt wird.

 

Aussage:

Die Bollinger Bands versuchen, die Kurse mit Hilfe einer oberen und unteren Begrenzung einzufangen.

Der Mittelwert wird durch einen GD dargestellt, um diesen GD wird eine Standardabweichung definiert.. Das obere Bollinger Band ist nun der GD plus die Standardabweichung, das untere Band der GD minus der Standardabweichung. Wenn die Standardabweichung zunimmt, wird der Korridor zwischen den Bändern immer größer. Der Indikator reagiert damit auf eine zunehmende Volatilität.

 

Formel/Berechnung:

Nachdem ein "Moving Average" konstruiert wurde, gilt die folgende Formel: 

oberes Band = MA + s
unteres Band = MA - s

wobei s = Standardabweichung zwischen Kurs und MA

 

Interpretation:

Die Bollinger Bands den Bereich, in dem sich ein bestimmter Prozentsatz von Kursen bewegt (i.d.R. 95%). Man kann davon ausgehen, dass die Kurse immer wieder am oberen bzw. unteren Rand anstoßen und sich dann in die entgegengesetzte Richtung bewegen.

Ein Handelssignal lässt sich aus dem Erreichen eines oberen oder unteren Bands nicht herleiten. Die Bollinger Bands werden meistens zusammen mit anderen Indikatoren eingesetzt, wie zB. mit dem MACD. Erreicht der Kurs ein Bollinger Band und divergiert die Entwicklung zwischen MACD und dem Basiskurs, so kann man davon ausgehen, dass der Kurs sich wieder in Richtung des anderen Bollinger Bands bewegt.

Ausserdem ist es möglich die Bollinger Bands als Kursziele zu benutzen.

 

Beispiel :

 

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